Unsere operative Methode – mikrochirurgische Rekonstruktion
Wie behandeln wir die IPP bei UGRS – und warum? Diese Seite erklärt den biologischen Rekonstruktionsansatz im Detail: was er leisten kann, wie der Eingriff abläuft und warum wir auf körpereigene Heilung statt Kunstmaterial setzen.
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Unser Behandlungsziel
Die operative Behandlung der Induratio Penis Plastica zielt bei uns auf mehr als die Begradigung des Penis. Unser Anspruch ist eine möglichst umfassende Behandlung aller durch die Erkrankung verursachten Veränderungen:
- Korrektur der Verkrümmung
- Erhalt der Penislänge – kein operativer Längenverlust durch Verkürzung der Gegenseite
- Wiederherstellung der natürlichen Elastizität der Schwellkörperhülle
- Erhalt der Erektionsfähigkeit
- Natürliches Erscheinungsbild
Welche Veränderungen im Einzelfall behandelt werden können und in welchem Ausmaß, hängt von der individuellen Ausgangssituation ab. Es gibt keine Garantien – aber ein klares Behandlungskonzept.
Die Rolle des Plaques – warum wir ihn entfernen
Im Zentrum der IPP steht der Plaque: narbiges Gewebe in der Tunica albuginea, das seine Elastizität verloren hat und den Penis während der Erektion in seiner Form zwingt.
Bei verkürzenden Verfahren wie der Nesbit-Technik bleibt der Plaque unangetastet. Die Verkrümmung wird ausgeglichen, indem die gesunde Gegenseite verkürzt wird. Für bestimmte Patienten ist das die richtige Wahl.
Bei unserem Ansatz behandeln wir den Plaque direkt: Wir entfernen das veränderte Gewebe mikrochirurgisch und rekonstruieren anschließend die entstandene Lücke in der Schwellkörperhülle. Das ist technisch anspruchsvoller – ermöglicht aber in geeigneten Fällen bessere Ergebnisse, insbesondere beim Längenerhalt.
Die mikrochirurgische Plaque-Entfernung
Der Begriff Mikrochirurgie beschreibt eine Operationstechnik, bei der unter optischer Vergrößerung mit sehr feinen Instrumenten gearbeitet wird. Das ermöglicht eine präzise Behandlung kleiner Strukturen – in diesem Fall der Schwellkörperhülle.
Ziel der Plaque-Entfernung ist es, das krankhaft veränderte Gewebe möglichst vollständig zu entfernen, ohne umliegende Strukturen zu beschädigen – insbesondere die Nerven und Gefäße, die für die Erektionsfähigkeit entscheidend sind.
Nach der Entfernung des Plaques entsteht ein Defekt in der Tunica albuginea. Dieser Defekt muss rekonstruiert werden – das ist der zweite, entscheidende Teil des Eingriffs.
Biologische Rekonstruktion mit Mundschleimhaut oder Kollagenvlies
Was ist Kollagenvlies?
Für die Defektdeckung verwenden wir kein dauerhaftes Kunstmaterial, sondern Mundschleimhaut oder ein biologisches Kollagenvlies. Dabei handelt es sich um ein medizinisches Material auf Kollagenbasis, das dem Körper als Gerüst für die Gewebeheilung dient.
Das Kollagenvlies ist biologisch und wird vom Körper während der Heilung in körpereigenes Gewebe umgebaut: Im Verlauf der Heilung wird es schrittweise durch körpereigenes Gewebe ersetzt. Was zurückbleibt ist körpereigenes, neu gebildetes Gewebe.
Was die Rekonstruktion leisten muss
Die Tunica albuginea ist eine funktionell hochanspruchsvolle Struktur. Die Rekonstruktion muss:
- Ausreichend stabil sein, um dem Druck bei der Erektion standzuhalten
- Elastisch genug bleiben, um eine normale Ausdehnung zu ermöglichen
- Langfristig gut in das vorhandene Gewebe integriert werden
- Die Funktion der umliegenden Strukturen nicht beeinträchtigen
Was bei gleichzeitiger Erektionsstörung passiert
Nicht jeder Patient mit IPP leidet unter einer Erektionsstörung. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann es jedoch vorkommen, dass die Erektionsfähigkeit deutlich eingeschränkt ist – unabhängig von der Verkrümmung.
In diesen Fällen muss die Operationsplanung erweitert werden. Eine Begradigung allein verbessert die Erektionsfunktion nicht automatisch. Deshalb prüfen wir vor jeder Operation sorgfältig, ob eine relevante erektile Dysfunktion vorliegt – und welche Therapie dafür sinnvoll ist.
Bei schweren Fällen kann die Implantation einer hydraulischen Penisprothese Teil des Behandlungskonzepts sein. Es findet dann eine sogenannte Plaque-Sprengung zur Begradigung zusammen mit dem Einbau der Prothese zur Wiederherstellung der Funktion statt. Das wird individuell besprochen und geplant.
Erreichbare Ergebnisse
Was können Patienten realistischerweise erwarten?
- Deutliche Reduktion oder vollständige Korrektur der Verkrümmung in vielen Fällen
- Erhalt der Penislänge – ohne operativen Längenverlust durch Verkürzung der Gegenseite
- Erhalt der Erektionsfähigkeit bei sorgfältiger Durchführung
- Natürliches Erscheinungsbild nach Abschluss der Heilung
Garantien gibt es in der Medizin nicht. Der Grad der Verbesserung hängt von der individuellen Ausgangssituation, dem Ausmaß des Plaques und der Erektionsfähigkeit vor dem Eingriff ab. Die Erfahrung des Operateurs spielt eine entscheidende Rolle für die Ergebnissicherheit.
Die IPP-Eingriffe bei UGRS werden zum einen von Prof. Agustín Fraile Poblador durchgeführt, der über langjährige spezialisierte Erfahrung in der rekonstruktiven Genitalchirurgie verfügt und gefragter EAU-Dozent für die Implantation von hydraulischen Penisprothesen ist.
Im Falle der Korrektur mit Mundschleimhaut ist der Operateur der Arzt Alessandro Perotti, der auf dieses Verfahren spezialisiert ist und international hohes Ansehen für diese komplexe Technik genießt.
Kostenfreie ärztliche Beratung
Ob die mikrochirurgische Rekonstruktion für Ihre Situation die richtige Wahl ist, klären wir im persönlichen Gespräch.
Der erste Schritt ist keine Operation – sondern Klarheit.
Aktualisiert am 31. Juli 2026
