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Ligamentotomie & suspensorisches Band

Kurz zusammengefasst

Die Ligamentotomie – die chirurgische Durchtrennung des suspensorischen Haltebandes – ist die etablierteste operative Methode zur Penisverlängerung. Das suspensorische Band verbindet den innenliegenden Penisanteil mit dem Schambein und hält ihn im Körperinneren zurück. Wird es durchtrennt, kann dieser innere Anteil nach außen verlagert werden, was den sichtbaren Penisanteil verlängert. In unserem Zentrum wird die Ligamentotomie häufig mit einem Eigenfett-Transfer (Lipofilling) kombiniert, um sowohl Länge als auch Umfang harmonisch zu optimieren.

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Anatomie: Das suspensorische Band

Das suspensorische Band – lateinisch Ligamentum suspensorium penis – ist ein straff-fibröses Halteband, das vom vorderen Schambein (Os pubis, Symphyse) nach unten zieht und sich an der Penisbasis verankert. Es liegt unter der Haut und ist von außen nicht sichtbar. Gemeinsam mit dem tiefer liegenden fundiformen Band bildet es das bindegewebige Halteapparat des Penis, der im Alltag – beim Gehen, Sitzen oder körperlicher Aktivität – für Stabilität sorgt und den Penis in einem definierten Winkel fixiert. Während der Erektion trägt das suspensorische Band zur Stabilisierung des aufgerichteten Penis bei, ist aber nicht an der Erektionsentstehung selbst beteiligt.

Anatomisch bedeutsam ist, dass ein erheblicher Teil des Schwellkörpergewebes – und damit des funktionalen Penisanteils – im Körperinneren liegt und durch dieses Bandapparat zurückgehalten wird. Dieser innere Anteil ist es, der durch die Ligamentotomie mobilisiert und nach außen verlagert werden kann.

Was ist eine Ligamentotomie?

Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: Ligamentum (Band) und -tomie (Durchtrennung). Die Ligamentotomie bezeichnet also die chirurgische Durchtrennung des suspensorischen Bandes mit dem Ziel, den innenliegenden Penisanteil nach außen zu verlagern und dadurch den sichtbaren Penisanteil zu verlängern. Es wird dabei kein neues Gewebe hinzugefügt – stattdessen wird vorhandenes Gewebe anders positioniert.

Operativer Ablauf

Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Hautschnitt im Schambeinbereich, durch den das suspensorische Ligament aufgesucht und gezielt durchtrennt wird. Anschließend wird der Penis in seiner neuen, weiter nach außen verlagerten Position fixiert – durch spezielle Nahttechniken oder andere operative Maßnahmen –, um ein Zurückwachsen des Bandgewebes zu verhindern. Die Operation wird in der Regel im schonenden Dämmerschlaf durchgeführt und dauert je nach Kombination mit weiteren Maßnahmen etwa ein bis zwei Stunden.

Nachsorge

Die postoperative Nachsorge ist für den langfristigen Erfolg entscheidend. In den ersten Wochen sind Schonung und konsequente Wundpflege erforderlich. Um das erzielte Ergebnis zu sichern und ein Zurückwachsen des Bandgewebes zu verhindern, wird das regelmäßige Tragen eines Penisextenders – eines speziellen Streckgeräts – empfohlen. Die Compliance bei der Nachsorge ist einer der wesentlichen Faktoren, der die individuelle Verlängerungswirkung beeinflusst.

Risiken und Grenzen

Die Ligamentotomie ist ein bewährtes Verfahren, aber wie jeder operative Eingriff mit spezifischen Risiken verbunden. Die häufigste funktionale Veränderung ist eine Absenkung des Erektionswinkels: Da das Band den Penis beim aufgerichteten Zustand stabilisiert, kann der Penis nach seiner Durchtrennung in Erektion etwas flacher – mehr nach unten gerichtet – stehen. Dieses Phänomen ist bekannt und sollte im Aufklärungsgespräch besprochen werden. Weitere mögliche Risiken sind Narbenbildung im Schambeinbereich, eine unvollständige Fixierung mit partiellem Rückgang der Verlängerung (Rezidivgefahr) sowie allgemeine operative Risiken wie Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Die individuelle Anatomie setzt der erreichbaren Verlängerung natürliche Grenzen, die sich präoperativ nicht vollständig vorhersagen lassen.

Kombination mit Lipofilling

In unserem Zentrum wird die Ligamentotomie häufig mit einem Eigenfett-Transfer (Lipofilling) kombiniert. Während die Ligamentotomie die Länge des sichtbaren Penisanteils erhöht, ergänzt das Lipofilling den Umfang. Die Kombination beider Verfahren ermöglicht ein harmonischeres Gesamtbild, da eine isolierte Verlängerung ohne entsprechende Verdickung optisch unausgewogen wirken kann. Ob eine kombinierte Behandlung sinnvoll ist, wird individuell im Beratungsgespräch festgelegt.

Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Er ersetzt keinesfalls eine fachliche Untersuchung oder Behandlung durch eine(n) approbierte(n) Ärztin oder Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Unsicherheiten konsultieren Sie bitte immer eine medizinische Fachperson – insbesondere auch bei Fragen zur Intimchirurgie oder sexuellen Gesundheit.

4 Min. Lesezeit – Aktualisiert am 1. Juli 2026

Quellen & Literatur

  1. 1. Dillon, B.E. et al.: Penile size and penile enlargement surgery: a review – Journal of Sexual Medicine (2008)
  2. 2. Alter, G.J.: Penile enlargement surgery – Techniques in Urology (grundlegend zur operativen Technik)
  3. 3. EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health (aktuelle Fassung): Abschnitt zu Penischirurgie und ästhetischen Eingriffen
  4. 4. Austoni, E. et al.: Penile elongation and thickening – a myth? Is there a cosmetic or medical indication? – Andrologia (2005)