Penisprothese – Diagnostik und Entscheidung
Wie stellt man fest, ob eine Penisprothese die richtige Behandlung ist? Diese Seite erklärt den Diagnoseweg – von der Erstbeurteilung über die SKAT-Injektion bis zur individuellen Entscheidung.
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Wer sollte entscheiden – und warum Erfahrung hier besonders wichtig ist
Die Entscheidung für eine Penisprothese sollte nie allein auf Basis eines einzelnen Tests getroffen werden. Sie erfordert einen Arzt, der sowohl in der Behandlung schwerer Erektionsstörungen als auch in der Implantationstechnik selbst erfahren ist.
UGRS wird als spezialisiertes Tertiary Medical Center häufig zur Beurteilung konsultiert – auch von Patienten, die bereits eine Empfehlung an anderer Stelle erhalten haben und eine Zweitmeinung suchen.
Schritt 1: Das Anamnesegespräch
Wir erfassen:
- Seit wann und wie stark die Erektionsstörung besteht
- Welche Behandlungen bereits versucht wurden
- Voroperationen – insbesondere Prostataoperationen
- Vorerkrankungen – Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Erkrankungen
- Ob gleichzeitig eine Induratio Penis Plastica (IPP) besteht
- Die subjektive Belastung und die persönlichen Erwartungen
Schritt 2: Die körperliche Untersuchung
Bei der körperlichen Untersuchung wird der Penis auf Veränderungen geprüft – tastbare Plaques, Vernarbungen oder Anzeichen für strukturelle Veränderungen der Schwellkörper. Bei Verdacht auf IPP wird ein Ultraschall ergänzend eingesetzt.
Schritt 3: Die SKAT-Injektion
Die SKAT-Injektion ist das wichtigste diagnostische Werkzeug zur Beurteilung der erektilen Funktion. Ein gefäßerweiterndes Medikament wird direkt in den Schwellkörper injiziert – es öffnet alle Gefäße maximal und testet, ob der Körper noch in der Lage ist, eine Erektion aufzubauen.
Was die SKAT-Injektion zeigt
- Volle Erektion trotz Injektion: Gefäße sind intakt – die Ursache liegt wahrscheinlich in den Nerven (typisch nach Prostata-OP)
- Keine oder schwache Reaktion: Gefäßbedingte ED – die Durchblutung reicht nicht mehr aus
- Unverändertes Bild bei IPP-Patienten: Schwellkörperschaden durch Plaque
Was die SKAT-Injektion nicht zeigt
Nervenschäden nach Prostata-OP können durch den Test nicht direkt nachgewiesen werden – sie werden indirekt geschlossen, wenn die Gefäße funktionieren, aber keine ausreichende Erektion entsteht. Schwellkörperschäden durch IPP sind ebenfalls nicht direkt erkennbar.
Warum die Interpretation Erfahrung erfordert
Dasselbe Testergebnis kann bei verschiedenen Patienten verschiedene Bedeutungen haben. Bei Nervenschäden nach Prostata-OP, kombinierten Befunden aus IPP und Gefäßproblemen oder langjähriger ED mit Schwellkörperveränderungen braucht es einen sehr erfahrenen Arzt, um das Ergebnis korrekt einzuordnen.
Schritt 4: Ergänzende Diagnostik
- Doppler-Ultraschall: Beurteilung der Blutflussdynamik im Penis bei Erektion
- Ultraschall des Penis: Darstellung von Plaques bei IPP, Beurteilung der Schwellkörperstruktur
- Neurologische Beurteilung: Bei Verdacht auf zentrale oder periphere Nervenschäden
Was die Diagnose trägt – und was sie nicht leistet
Eine vollständige Diagnostik beantwortet die entscheidenden Fragen: Was ist die Ursache der ED? Sind andere Behandlungsmöglichkeiten realistisch? Und wenn eine Prothese sinnvoll ist: Welches System, welche Größe, welche Operationstechnik?
Die Entscheidung für eine Penisprothese ist immer auch eine persönliche Entscheidung – auf Basis der Befunde, der eigenen Situation und der Erwartungen. Diese Entscheidung liegt immer beim Patienten.
Kostenfreie ärztliche Beratung
Wenn Sie eine fundierte Einschätzung Ihrer Situation möchten – kommen Sie zum Beratungsgespräch. Auch für Zweitmeinungen sind wir der richtige Ansprechpartner.
Der erste Schritt ist kein Eingriff – sondern ein Gespräch.
Aktualisiert am 22. Juli 2026
