Anlaufstellen in der Übersicht: Androloge, Andrologie, Männerarzt, Männerkliniken & Männerchirurgie
Kurz zusammengefasst
Männer, die sich mit Fragen zu Sexualgesundheit, Fruchtbarkeit, Hormonen oder operativen Eingriffen beschäftigen, stehen vor der Frage: Wer ist der richtige Ansprechpartner? Die Übergänge zwischen Urologie, Andrologie, Allgemeinmedizin und spezialisierten Zentren sind fließend. Dieser Eintrag gibt einen Überblick über die relevanten Fachgebiete und Einrichtungen – damit der erste Schritt, sich professionelle Hilfe zu suchen, leichter fällt.
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Andrologie – das Fachgebiet
Die Andrologie ist die medizinische Fachrichtung, die sich mit der männlichen Reproduktionsmedizin und Sexualgesundheit befasst. Sie ist gewissermaßen das männliche Gegenstück zur Gynäkologie – wenngleich sie als eigenständiges Fach in Deutschland bislang keine primäre Facharztbezeichnung darstellt, sondern als Zusatzqualifikation auf Basis einer Facharztausbildung – meist Urologie, seltener Dermatologie oder Endokrinologie – erworben wird.
Thematisch umfasst die Andrologie die Diagnostik und Behandlung von Fertilitätsstörungen des Mannes, hormonellen Erkrankungen wie Hypogonadismus und Testosteronmangel, erektiler Dysfunktion und anderen sexuellen Funktionsstörungen, Erkrankungen der Hoden und des Nebenhodens sowie Fragen zur männlichen Kontrazeption, etwa der Vasektomie. Die Andrologie arbeitet eng mit der Urologie, Endokrinologie, Reproduktionsmedizin und – im Bereich psychosexueller Störungen – mit der Sexualmedizin zusammen.
Der Androloge
Ein Androloge ist ein Facharzt mit Zusatzqualifikation Andrologie, in der Regel ein Urologe mit vertiefter Expertise in männlicher Reproduktions- und Sexualmedizin. Er ist der spezialisierte Ansprechpartner, wenn es um Kinderwunsch, Spermiogramm und Fertilitätstherapie, Testosteronmangel und Hormontherapie, Erektionsprobleme oder Libidostörungen sowie anatomische Veränderungen an Hoden und Penis geht. Andrologische Sprechstunden werden an Universitätskliniken, spezialisierten Praxen und einigen Zentren für Männergesundheit angeboten.
Männerarzt und Männerberatung
Der Begriff Männerarzt ist keine offizielle Facharztbezeichnung, sondern beschreibt in der Praxis meist einen Urologen oder Andrologen mit Schwerpunkt auf männerspezifische Gesundheitsthemen. Er steht für einen niedrigschwelligen, auf Männer ausgerichteten Zugang zu medizinischer Versorgung – in einem Umfeld, das Diskretion und eine direkte Kommunikation ermöglicht.
Männerberatung geht über den rein medizinischen Rahmen hinaus: Sie umfasst auch psychologische, psychosoziale und präventive Aspekte. Typische Themen sind Erektionsstörungen, Fruchtbarkeitsfragen, Hormonstatus, psychische Belastungen wie Stress, Burnout oder Depression sowie Fragen zur Lebensführung, Partnerschaft oder Vaterrolle. Männerberatungsangebote finden sich in Arztpraxen, Beratungsstellen, Kliniken und zunehmend auch im digitalen Raum.
Viele Männer zögern, bei gesundheitlichen Beschwerden professionelle Hilfe zu suchen – gerade bei sensiblen Themen wie Erektionsproblemen, Unfruchtbarkeit oder psychischer Belastung. Dabei ist ein frühzeitiges Gespräch mit dem richtigen Ansprechpartner häufig der entscheidende Schritt, der unnötiges Leiden verkürzt und Behandlungsergebnisse verbessert.
Männerkliniken
Männerkliniken sind spezialisierte medizinische Einrichtungen, die verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach vereinen und damit eine ganzheitliche, auf die spezifischen Gesundheitsbedürfnisse von Männern ausgerichtete Versorgung ermöglichen. Typischerweise arbeiten dort Urologen, Andrologen, Endokrinologen, Psychosomatiker und Psychotherapeuten interdisziplinär zusammen. Behandlungsschwerpunkte sind erektile Dysfunktion, Testosteronmangel, Infertilität, Prostataerkrankungen, psychische Belastungen sowie Gesundheitsvorsorge und Lebensstiloptimierung. Viele Männerkliniken bieten sowohl ambulante als auch stationäre oder teilstationäre Programme an. Der Ansatz ist häufig explizit männlichkeitssensibel – er berücksichtigt, dass Männer gesundheitliche Beschwerden tendenziell später ansprechen und spezifische Kommunikationserwartungen mitbringen.
Männerchirurgie
Männerchirurgie bezeichnet operative Eingriffe, die auf die Verbesserung oder Harmonisierung des männlichen Körpers abzielen – aus ästhetischen, funktionellen oder psychologischen Gründen. Sie umfasst ein breites Spektrum: im Bereich Gesicht und Haare Eingriffe wie Lidstraffung, Nasenkorrektur oder Haartransplantation; im Bereich Oberkörper die operative Behandlung der Gynäkomastie durch Drüsenentfernung und Liposuktion; im Bereich Körperformung Liposuktion und Bodycontouring; sowie im Bereich Intimchirurgie alle operativen Maßnahmen an Penis, Hodensack und angrenzenden Strukturen.
Männer bringen dabei spezifische anatomische Gegebenheiten mit – eine dickere Haut, höhere Muskeldichte, andere Fettverteilungsmuster –, die eine entsprechende Erfahrung und Anpassung operativer Techniken erfordern. Das ästhetische Ziel ist in der Regel ein natürlich wirkendes, maskulines Ergebnis bei möglichst kurzer Ausfallzeit. Diskretion und eine offene, sachliche Kommunikation auf Augenhöhe sind dabei ebenso wichtig wie chirurgische Kompetenz.
Unsere Praxis als Anlaufstelle
Das UGRS Center Darmstadt ist eine spezialisierte Praxis für urogenitale Chirurgie beim Mann. Unser Behandlungsschwerpunkt liegt auf operativen Eingriffen im Intimbereich – Penisvergrößerung, Penisverlängerung und –verdickung, Schwellkörperimplantaten sowie der chirurgischen Behandlung der Induratio Penis Plastica.
Wir verstehen uns als spezialisierter Ansprechpartner für Männer, die nach einer urologischen oder hausärztlichen Erstabklärung eine operative Lösung anstreben, sowie für Zweitmeinungen zu bereits geplanten Eingriffen. Erstkontakt ist jederzeit diskret und unkompliziert möglich.
Dieser Inhalt dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Er ersetzt keinesfalls eine fachliche Untersuchung oder Behandlung durch eine(n) approbierte(n) Ärztin oder Arzt. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Unsicherheiten konsultieren Sie bitte immer eine medizinische Fachperson – insbesondere auch bei Fragen zur Intimchirurgie oder sexuellen Gesundheit.
5 Min. Lesezeit – Aktualisiert am 1. Juli 2026
Quellen & Literatur
- 1. Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA): Aufgaben und Qualifikationen des Andrologen – www.dg-andrologie.de
- 2. EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health (aktuelle Fassung)
- 3. Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) zu andrologischen Erkrankungen
- 4. Nieschlag, E. & Behre, H.M. (Hrsg.): Andrology: Male Reproductive Health and Dysfunction – Springer (Standardwerk der klinischen Andrologie)

